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Vorsatz

Ich lasse mich von einem Lied bewegen

@softfocus Narrated by Emmylou Birmingham 2:18 30 shots

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Das Lied ist laut, ich bewege mich, und es ist niemand hier, der zu irgendetwas davon eine Meinung hätte. Ich mache das ab jetzt viel öfter. Es hat mich drei Minuten gekostet und die Temperatur des ganzen Abends verändert, und das ist eine Rendite, die ich nicht glauben würde, wenn sie mir jemand beschriebe.

Der Boden macht das, was Böden machen, wenn die Lautstärke oben ist. Ich bin schneller außer Atem, als ich erwartet hatte, und lache darüber. Etwas auf einem Regal schwingt leicht mit, und dagegen unternehme ich auch nichts. Die Nachbarn kommen damit klar. Es ist ein Lied.

Irgendwann habe ich damit aufgehört, ohne es je zu entscheiden. Irgendwo zwischen Mensch sein und beschäftigt sein haben drei Minuten Freude leise aufgehört, auf der Liste zu stehen, und es kam nichts, was sie ersetzt hätte. Niemand nimmt einem das weg. Es fällt über die Kante, während man sich mit Dingen befasst, die damals wichtiger schienen und es meistens nicht waren. Als Erstes gestrichen wird immer das, worauf sonst niemand wartet, und das heißt, es ist fast immer das, was rein für mich da war. Das ist ein seltsamer Filter, durch den man ein Leben laufen lässt, und ich habe ihn jahrelang laufen lassen. Niemand setzt Freude in den Terminkalender, und genau deshalb geht sie als Erstes und kommt als Letztes zurück.

Drei Minuten sind nichts, und sie verändern die Temperatur eines ganzen Abends. Das ist das billigste gute Ding, das mir zur Verfügung steht, und ich vergesse immer wieder, dass es existiert, und darin schlecht zu sein ist wirklich seltsam. Es gibt hier keine Hürde. Keine Ausrüstung, keine Terminplanung, kein Können, keine Kosten, keine Vorbereitung, kein zweiter Mensch nötig. Der einzige Grund, warum ich es nicht tue, ist, dass es mir nicht einfällt, und dieses Problem kann ich lösen, indem ich einmal entscheide statt jeden Tag. Drei Minuten stehen mir am schlimmsten Tag zur Verfügung, den ich je haben werde.

Also spiele ich das Lied, das ich liebe, laut, und bewege mich drei Minuten lang. Schlecht ist nicht nur erlaubt, es ist der größte Teil des Sinns, denn es gut zu machen bräuchte ein Publikum, und es gibt keins. Drei Minuten. Ein Lied. Kein Aufwärmen, kein Grund und kein Plan für danach. Dann gehe ich zurück zu dem, was ich gerade tat, drei Minuten leichter als vorher.

Immer noch außer Atem. Immer noch am Lächeln. Drei Minuten.